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Ferienreise 2005

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Abenteuerlicher Ausflug
im Einbaum
auf dem traumhaft
schönen Nyassasee.

 

Jambo – Karibu Sana

Jambo (Guten Tag), Karibu Sana (Herzlich willkommen)! Mit diesen Worten wurden wir 22 Teilnehmer der Gemeindereise vom 17.7. bis 8.8. nach Tanzania jeweils begrüsst. Und immer spürten wir, dass diese Worte nicht einfach Floskeln waren. Nein, unsere Gastgeber freuten sich sichtlich über unser Kommen und taten alles, damit wir uns wohlfühlten.

Peter und Brigit Arnold haben vor gut 20 Jahren fast fünf Jahre in Tanzania gelebt. Im Südwesten des Landes, in Mbeya, einer Stadt mit mehr als 150'000 Einwohnern, hat unser heutiger Dorfpfarrer am Moravian Theological College Pfarrer der Moravian Church ausgebildet.
Die Moravian Church, zu Deutsch die Herrnhuter Brüdergemeinde, ist eine alte deutsche reformierte Kirche, die der Mission ein besonderes Schwergewicht widmet. Wir hatten Gelegenheit, Einblicke in die Arbeit der Missionen zu nehmen.
 
Es kamen aber auch touristische Elemente, sei es nun der Aufenthalt am traumhaft schönen Nyassa- (oder Malawi-)see, Safaris im tierreichen Ruaha-Nationalpark oder das Erkunden der sagenumwobenen Gewürzinsel Zanzibar nicht zu kurz.

Spuren der Arbeit von Peter Arnold sind noch heute zu erkennen. Einige seiner Studenten bekleiden wichtige Funktionen in der Kirche. Berührend war der Besuch eines Pfarrers, der von unserem Aufenthalt hörte und eine Tagesreise im engen Bus mit anschliessendem Fussmarsch über mehr als 15 Kilometern auf sich nahm, um uns begrüssen zu können.

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Wenn keine Stühle vorhanden sind, setzt man sich - nach dem Vorbild der einheimischen Bevölkerung - einfach auf den Boden.

 

Stark beeindruckt hat das immense Engagement der leitenden Ärzte der Missionsspitäler in Matema am Nyassasee und in Isoko, im abgelegenen Hinterland an der Grenze zu Malawi. Mit einfachsten Mitteln sichern sie die ärztliche Versorgung ihrer Regionen mit je mehr als 100'000 Einwohnern. Drei Ärzte haben mit einfachsten Einrichtungen 60 bis 80 stationäre und täglich bis zu 100 ambulante Patienten zu betreuen. Unsere mitgebrachten Spenden für diese Spitäler, ein Operationsgerät und Geld für die Weiterbildung der Ärzte, waren hoch willkommen.

Ein besonderes Erlebnis war der Besuch von zwei Gottesdiensten. In der voll besetzten Kirche in Lutenganyo wurde mit vier Chören - wir setzten mit Liedern aus unserem Fundus einen Kontrast zu den rhythmischen Gesängen der Afrikaner - ein für uns unvergesslicher Gottesdienst von mehr als zwei Stunden Dauer gefeiert.

Die Gegend von Mbeya liegt auf rund 1800 m ü.M. in einer grünen, hügeligen Landschaft. Es wird intensiv Landwirtschaft betrieben. In mühsamer Handarbeit werden an steilen Hängen Äcker terrassiert und vorwiegend Mais, Bohnen, Bananen, Maniok, in einzelnen wasserreichen Gebieten auch Reis, angepflanzt. Sogar Kaffee- und Teefarmen gibt es in dieser Gegend. Das Leben der Menschen ist hart und trotz aller Mühsal wirken sie fröhlich und zufrieden. Welch ein Unterschied zur Stimmung im künstlichen und sterilen Wirtschaftswunderland Dubai, wo wir einen längeren Zwischenhalt einschalten mussten. Hier fröhliche Gesichter und dort ein griesgrämiges Aneinander-vorbei-Leben in der Wohlstandsgesellschaft!

Die Reise ist in allen Teilen gelungen. Wir haben ein kleines Stück von Tanzania abseits der Touristenpfade kennen lernen dürfen. Ein grosser Dank gebührt Brigit und Peter Arnold für ihre sorgfältige und umsichtige Vorbereitung und Begleitung der Reise.

Die Reiseteilnehmer möchten auch den herzlichen Dank der Empfänger unserer Spenden, die teilweise aus grosszügigen Kollekten an Gottesdiensten, insbesondere auch am Sportplatzgottesdienst vom 17. Juli, finanziert werden konnten, weiterleiten. Es konnte damit wirksame Hilfe vor Ort geleistet werden.

Diese gelungene Reise mit der Gruppe, die auch unter sich sehr gut harmonierte, wird uns unvergesslich bleiben. Tanzania asante sana na kwa heri! Oder auf Deutsch: Tansania danke schön und auf Wiedersehen!

Kurt Stäheli


Hinweis: Die nächste Gemeindereise wird im Sommer 2007 wieder in den europäischen Osten führen.

 
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