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Kafistube 2019 - Mit einer Kafistube helfen

Sonntag, 17. November 2019
Kafistube in der Mehrzweckhalle Marthalen
11 Uhr:         Gottesdienst
12 - 16 Uhr:  Bazar, Mittagessen, Kuchenbuffet
                     Schoggi giessen für Kinder
14 Uhr:         Zauberhafte Momente mit Magier Rudino


An der «Kafistube» erzählte Pfarrer Ernst Friedauer ein Erlebnis aus der Spital-Seelsorge für Kinder. Ein krebskranker Türkenknabe spielte fröhlich mit einem Traktor und dachte nicht mehr an die Infusion. Sein Vater sass in der Nähe, neben ihm Ernst Friedauer, dem es unwohl war. Er sprach mit dem Vater, wusste aber nicht so recht, was er sagen sollte. Dann sagte er zu ihm: «Ich möchte beten.» Der Vater erwiderte: «Nein, nein - es ist schon gut. Ich möchte nur mit Ihnen sprechen. Mehr nicht. Das ist gut. Die Ärzte haben keine Zeit für ein Gespräch.» Im Nachhinein dachte Ernst Friedauer, warum habe ich ihn nicht einfach gefragt, was er möchte und wie ich ihm helfen kann?

Der Erlös der «Kafistube» geht an das Kinderhilfswerk Selam, das immer wieder hinterfragt, wie es den Menschen in Äthiopien helfen kann. Frau Genet Meier-Röschli aus Pfungen erzählte, wie das Kinderhilfswerk Selam in Äthiopien entstanden ist; ein Friedensort für Benachteiligte – Selam heisst «Frieden». Genet wuchs zusammen mit fünf Geschwistern in Addis Abeba auf. Leider sind ihre Eltern kurz hintereinander verstorben. Die aus der Schweiz stammenden Nachbarn wollten helfen und deren vier eigene Kinder waren einverstanden. So hat Mutter Marie Luise Röschli zusammen mit den zehn Kindern eine Hühnerfarm aufgebaut und Vater David Röschli arbeitete als Mechaniker. Im Jahre 1974, beim Sturz von Haile Selassie, wurde Ausländern empfohlen, das Land zu verlassen und die Familie ist in die Schweiz gezogen. Als zehn Jahre später eine Dürre-Katastrophe Äthiopien heimsuchte, wollte die älteste Schwester helfen.
Aber warum sollte sie zurück ins Elend? - Sie wollte in Gottes Auftrag helfen. Sie setzte ihre Idee eines Waisenhauses um und konnte bald 30 Kinder aufnehmen. Vater Röschli plante die Weiterentwicklung und die Regierung stellte das Land zur Verfügung. Die Mutter hat in der Schweiz Geld gesammelt, um eine Hauswirtschaftsschule für Mädchen aufzubauen. - Aktuell zählt der Kindergarten 200 Kinder und die Tagesschule 3'000 Schüler. Jugendliche wohnen in eigenen WG’s bis das Studium oder die Berufslehre abgeschlossen ist. Alleinstehende Frauen stellen Gebrauchsartikel für den Verkauf her. Zu Selam gehören auch ein Bauernhof, eine Gärtnerei, ein Restaurant und eine Tagesklinik. Mehr erfahren sie unter www.selam.ch.

Stefan Marthaler

Dank der Kirchenpflege:
Die Kirchenpflege dankt allen Helferinnen und Helfern ganz herzlich für ihren Einsatz sowie allen Spenderinnen und Spendern für ihre Grosszügigkeit zugunsten des "SELAM"!

 
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