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Geschichte der Kirchgemeinde Marthalen

Im Besitz des Klosters Rheinau

Das „Geburtsjahr“ der Marthaler Kirchgemeinde ist 1525: Im Zug der Reformation wurde dem Dorf ein eigener Pfarrer gewährt. Dieser hielt seine Gottesdienste in einer Kirche, die in den Urkunden erstmals 1126 erwähnt ist und die – wie die archäologischen Grabungen von 1975/76 zeigten – in romanischem Stil gebaut war. Vor dem Jahr 1525 war für die Gottesdienste jeweils ein Geistlicher aus Rheinau gekommen. Eine Verbindung zu Rheinau bestand freilich auch nachher noch: Bis 1754 gehörte das Dorf Marthalen zum Grundbesitz des Klosters. Die Bevölkerung hatte den Zehnten zu entrichten; anderseits war es der Abt, der den Marthaler Pfarrer einsetzte und besoldete.

Die Reformation änderte an der Bausubstanz der Marthaler Kirche vorerst nichts – bis sie im 17. Jahrhundert in zwei Phasen neu gebaut wurde: 1606 entstand ein wesentlich weiterer und höherer Chor (mit 110 Zentimeter dicken Mauern und einem markanten Dachreiter), 1660 ein grösseres Schiff. Noch heute versieht der Taufstein aus dem Jahr 1606 seinen Dienst.


Die Renovation von 1975/76

Verschiedene Sanierungen in den folgenden Jahrhunderten liessen das Erscheinungsbild der Kirche im Wesentlichen unverändert – bis zur umfassenden Renovation 1975/76. Nach zwölfjähriger Planung hatte die Kirchgemeindeversammlung einen Kredit von 1,53 Millionen Franken bewilligt. Mit dem Geld bekam der Chor ein neues Dach, auf dieses wurde ein neuer, sechseckiger Turm gesetzt, der Eingang auf der Westseite wurde neu gestaltet, im Innern wurden die Böden, die Empore, die Bestuhlung und die Beleuchtung erneuert, die Kanzel wurde von der Süd- auf die Nordseite versetzt, die Holzdecke und die Glasfenster wurden von namhaften Künstlern als „Bildpredigt“ gestaltet. An der Einweihung der renovierten Kirche am 21. November 1976 stand der Festgottesdienst unter dem Johannes-Wort, das auch an der neuen Decke prangt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“


Zwei Orgeln und sieben Glocken

Das 1985 in zweiter Auflage erschienene Buch „Die Kirche Marthalen“ erinnert daran, dass die Gottesdienste lange Zeit ohne musikalische Begleitung durchgeführt wurden, bis der Wunsch nach einer Orgel 1936 in Erfüllung ging. Von den zwei heutigen Orgeln steht die fahrbare sechsregistrige seit 1964 und die zwanzigregistrige seit 1978 in der Kirche.

Von den sieben Glocken stammen zwei – unter ihnen das „Silberglöggli“ – aus vorreformatorischer Zeit, vier aus dem Jahr 1933 und eine, mit 2100 Kilogramm die schwerste, aus dem Jahr 1976.

Zu den Liegenschaften der Kirchgemeinde gehört auch das Pfarrhaus. Das stattliche Gebäude, 1832 erstellt (letzte Renovationen 1993 und 2012), hat unter dem Erdgeschoss einen riesigen Keller und über dem Obergeschoss einen zweistöckigen Estrich, dessen oberer Teil eine grosse Fledermauskolonie beherbergt.

Das Dorf Ellikon am Rhein, das politisch in die Gemeinde Marthalen integriert ist, gehört – historisch bedingt – reformiert-kirchlich zu Rheinau.

 
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